Silikatfarbe

Kategorie: 
Malerarbeiten

Sie ist natürlich, gut für die Raumgesundheit und unverwüstlich. Nur auf Gipswänden sollte man die Farbe keinesfalls auftragen. Silikatfarbe kennt nicht jeder – dabei ist sie in den meisten Fällen eine natürliche Alternative zur Dispersionsfarbe und hilft, Schimmelbildung im Haus zu vermeiden. Die spezielle Farbe ist auch unter dem Namen Wasserglasfarbe oder Keimfarbe, benannt nach dem Erfinder A.W. Keim, bekannt. Sie besteht aus Kaliwasserglas sowie Pulverstoffen und ist wasserlöslich. Daher kann sie gut in die Poren des Untergrundes eindringen. Perfekter Antrich für Mauern – niemals auf Gipswänden Silikatfarbe ist hart, komplett wasserfest und bildet eine chemische Verbindung mit dem Mauerwerk. Ist sie aufgetragen, ist sie daher nahezu unverwüstlich. Das liegt am mineralischen Bindemittel „Wasserglas“, das beispielsweise auch beim Denkmalschutz verwendet wird. Allerdings sollte man die Farbe nur auf Kalkmörtel oder zementhaltigem Mörtel verwenden. Auf Gips sollte man dagegen nie Silikatfarben auftragen: Durch eine chemische Wechselwirkung platzt die Farbe dann von der Wand ab. Deshalb darf man eine Mörtelwand vor dem Anstrich mit Silikatfarbe auf keinen Fall mit Gips ausbessern. Reguliert die Feuchtigkeit Mit Silikatfarbe bestrichene Wände lassen Wasserdampf perfekt durch, so kann im Mauerwerk keine Staunässe entstehen. Das ist zum einen gut, weil so kein Schimmel entstehen kann, zum anderen muss man deutlich weniger heizen. Feuchte Wände leiten die Wärme nämlich schnell nach draußen. Auch die natürliche Alkalität der Farbe wirkt schimmel- und algenhemmend.